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Für Wachstum und Ertrag der Kaffeepflanze sind viele Faktoren ausschlaggebend:

  • Temperatur, Niederschlag, Bodenbeschaffenheit und Höhenlage.
  • Aufzucht und Pflege der Pflanzung, richtige Düngung und angemessener Pflanzenschutz sind wichtig.
  • Kaffee hat einen relativ geringen Flächenbedarf, benötigt allerdings einen hohen Arbeitseinsatz.
  • Die am Weltmarkt erzielbaren Preise steuern den Kaffeeanbau.
  • Höhere Preise lassen sich durch Qualität erreichen

 


Die tropische Kaffeepflanze stellt hohe Ansprüche an ihre Umgebung, daher sind folgende Faktoren elementar für den Anbau.

 

  • Geographische Bedingungen
  • Temperatur
  • Sonnenschein
  • Niederschläge

 

Darüber hinaus müssen auch Wind und die Bodenzusammensetzung in ganz bestimmter Weise aufeinander abgestimmt sein, um hervorragende Qualität und hohe Erträge zu garantieren. Hierbei stellen die beiden Sorten Arabica und Robusta unterschiedliche Ansprüche.

Der Anbau von Kaffee benötigt viele Voraussetzungen für guten, intensiven und geschmackvollen Kaffee
Kaffee Anbau, welche Faktoren sind wichtig

Die Temperatur

Temperatur 

 

Die optimale Temerperatur des Arabica-Kaffees ist eine Durchschnittstemperatur von 18 bis 25° C erforderlich. Die Temperatur sollte nicht über 30° C steigen und auch nicht zu häufig unter 13° C fallen. Dem Robusta sagt man eine höhere Anpassungsfähigkeit nach. Er verträgt durchschnittlich höhere Temperaturen, bis zu 26 ° C. Bei unzureichender Luftfeuchtigkeit reagiert jedoch auch diese Pflanze empfindlich gegen Temperaturen, die deutlich höher liegen. Die Kaffeepflanzen sind jedoch frostempflindlich das heißt die Temeratur sollte niemals unter 0° C sein. Ein leichter Frost am frühen Morgen kann vernichtende Auswirkungen sowohl auf die laufenden als auch auf die zukünftigen Ernten haben, sofern der Strauch sich von den Erfrierungserscheinungen nicht erholt.
Kaffeepflanzen sind anspruchsvoll: Sie lieben ein möglichst ausgeglichenes Klima ohne zu viel Sonne oder zu große Hitze. Frost kann zur Schädigung der Blüte und zum Ausfall der Ernte führen. Wichtig ist auch, dass die Kaffeepflanze Temperaturen knapp über 0° C unter bestimmten Umständen kaum noch toleriert. Zu begründen ist dies wie folgt: Die aufgehende Sonne lässt den auf den Pflanzen liegenden Morgentau verdunsten. Weil der verdunstende Tau der Umgebung Wärmeenergie entzieht, sinken die Temperaturen der Blätter ab, obwohl die Lufttemperatur bereits steigt, und die jungen Blätter und Knospen können erfrieren.

 

 

Der Niederschlag

Für das Wachstum der Pflanze ist die Höhe der durchschnittlichen Niederschlagsmenge, deren zeitliche Verteilung und der Grad der Luftfeuchtigkeit von Bedeutung. Jede Kaffeepflanze verzeichnet einen Wasserbedarf von 250 bis 300 mm pro m2 im Jahr. Diesen Bedarf schöpft sie aus einer jährlichen Niederschlagsmenge von 1.500 bis 2.000 mm. Bei einem Jahresdurchschnitt von etwas unter 1.000 mm ist künstliche Bewässerung notwendig. Ein Anbau bei einer jährlichen Niederschlagsmenge von unter 800 mm erfolgt nicht. Im Gegensatz zum Arabica bevorzugt Robusta regenreichere Regionen. Der Jahresdurchschnitt sollte möglichst bei 2.000 mm liegen. Während Robusta eine höhere Luftfeuchtigkeit toleriert, reagieren die Arabica-Pflanzen empfindlicher. Die feuchtwarme Luft könnte bei den Kaffeepflanzen Blattkrankheiten wie zum Beispiel Kaffeerost verursachen.



Der Wind und Sonnenschutz

Zu viel Wind und Sonnenschein schadet dem Kaffee. Durch den starkern Wind können Äste abbrechen oder Wurzeln lockern. Stetige Sonneneinstrahlung würde zu Trockenschäden an Blättern, Knospen und Trieben führen. Daher soll der Anbau von Hecken und Schattenbäumen Schutz für die Kaffeepflanzen bieten.

Die Bodenbeschaffenheit - Grundlage für guten hochwertigen Kaffee

Für den Kaffeebaum stellt viele Voraussetzungen an den Boden : Er muss tief, locker, gut belüftet, durchlässig und mit einem neutralen bis leicht sauren pH-Wert ausgestattet sein. An organischen Stoffen sind Stickstoff, Phosphorsäure und Kalium notwendig. Die obere Bodenschicht sollte einen hohen Humusgehalt besitzen, einerseits für das Nährstoffangebot und die Feuchtigkeitsbewahrung, andererseits zur Verhinderung der Bodenabschwemmung bei tropischen Regengüssen und Winderosion.

 

Kaffee Anbaugebiete

Einige Anbaugebiete der Arabica-Pflanze liegen 600 bis 1.200 m über dem Meeresspiegel. Robusta fühlt sich hingegen in niedrigen Höhenlagen, zwischen 300 und 800 m über dem Meeresspiegel wohler. Die Voraussetzungen für die charakteristischen Wachstumsbedingungen der Kaffeesträucher sind nur in einem Gürtel um den Äquator bzw. zwischen den Wendekreisen des Krebses und des Steinbocks gegeben. Besonders wertvoll sind Kaffees, die in hohen Lagen wachsen. Kaffee Arabica, die so genannten Hochlandkaffees, zeichnen sich aufgrund der speziellen Wachstumsbedingungen durch eine besonders feine Säure und einen hervorragenden Geschmack aus.

 

Die Zucht der Kaffeepflanze

Die Kaffeepflanzen können durch drei unterschiedliche Methoden vermehrt werden: die Aufzucht aus Samen, durch Stecklinge (vegetative Vermehrung) und das Pfropfen. Am gebräuchlichsten ist jedoch die Saatgutmethode. Zum Einsatz kommen dabei sorgfältig ausgewählte und vorbereitete Kaffeebohnen, die sich noch in ihrer trockenen Pergamenthülle befinden. Die Keimfähigkeit ist bei allen Kaffeesorten recht kurz. Die beste und damit kürzeste Keimzeit hat acht Wochen altes Saatgut.

 


Zum Keimen wird die Saat ohne Pergamenthülle in speziell hergerichtete Saatbeete eingedrückt. Hat sich fünf bis sechs Wochen später das erste Blattpaar der kleinen Pflanze entwickelt, werden nur die kräftigen Setzlinge in Einzelbehälter umgepflanzt. Diese Behälter kommen dann in die leicht schattigen Pflanzenschulbeete. Dort werden sie sorgfältig gepflegt, gedüngt und bewässert. Nach ca. acht Monate, kann die Anpflanzung auf der Kaffeeplantage beginnen, da sich die Pflanzen in diesem Zeitraum prächtig entwickelt haben.

  • Kaffee Anbau - Aufgehende Kaffee Saat, Jungpflanze, Jungpflanze vor dem Umsetzten

Worauf bei der Pflege und Düngung besonders geachtet werden sollte

Die Kaffeebäumchen werden je nach Sorte in einem Abstand von 1 bis 3 m gepflanzt. Nach drei bis fünf Jahren bringen sie ihre optimale Ernte. Nach weiteren 10 bis 20 Jahre erziehlen sie maximale Ernte-Erträge. Durch ständigen Beschnitt werden die Kaffeebäume auf 1,5 bis 2 m Höhe gehalten, gut für die Erträge und die Erntearbeiten. Regelmäßig wird der Boden rund um die Pflanzen gejätet. Mit Einbringen von Mineraldünger in den Boden verhindert man das Auslaugen des Erdreichs. Auf ausreichende Wasserzufuhr wird stets geachtet. Zu den weiteren Arbeiten auf der Plantage gehört auch das Entfernen von Kaffeebäumen, die keine sinnvollen Ernteergebnisse mehr liefern. Ersatz bilden dann zumeist neuere Züchtungen, die sowohl widerstandsfähiger gegen Schädlinge als auch ertragreicher sind.

 

Die Kaffeebäume sind im tropischen und subtropischen Klima zu finden. Schädlingen und Krankheiten ausgesetzt als Pflanzen in gemäßigtem Klima. Deshalb muss ein sinnvoller Pflanzenschutz betrieben werden. Dieser umfasst biologische, chemische und anbautechnische Maßnahmen. Um den Einzatz von umweltgefährdete Mittel zu vermeiden, wird versucht Sorten zu züchten, die gegen Schädlinge und Krankheiten resistent sind.